DIE 3 HERRMANNS STELLEN SICH VOR


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Mein Vater Bruno Klapper Teil 2

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Hier möchte ich noch kurz auf die Hobbies meines Vaters eingehen



Musik hat er immer sehr geliebt. Bei der Arbeit, auf dem Bau, immer mußte ein kleines Kofferradio, in "guter" Lautstärke, den ganzen Tag, eingeschaltet sein.
Ohne ging die Arbeit nicht gut von der Hand.




Er hat Akkordeon gespielt. Wenn ich
mich richtig erinnere, gehörte er
auch eine Zeit einem Akkordeon-
Verein in Kiel an.
So, oder so ähnlich hat sein
Akkordeon ausgesehen...





Sein zweites Hobby war das Luftgewehrschiessen


Er war vom 12. Mai 1960 bis ca. 1977
in der


"Kieler Bürger Schützengilde v. 1858"


Mitglied


Ich habe Kontakt zum Vorstand des Vereins aufgenommen und der 2. Vorsitzende Günther Haber, war so freundlich und hat mir viele Informationen und auch Fotos zukommen lassen.
Der Aufnahmeantrag vom Verein liegt mir vor und zeigt, dass das Vereinsmitglied Walter Ott, meinen Vater vorgeschlagen hatte.

1962 und 1963 war mein Vater Vergnügungsleiter
und
1964 im Festausschuß

Schützengilde Himmelfahrt Ausflug 1962

Fotos zum Vergrößern anklicken







Die Zeit in Klausdorf/Schwentine hätte mit Sicherheit die schönste Zeit im Leben meines Vaters werden können. Doch von dem Garten, seinem Häuschen
und der Ruhe, die er hier eigentlich hätte genießen können, hatte er leider durch sehr viel Arbeit nichts. Das Haus kostete in der Unterhaltung viel Geld, was ja verdient werden mußte.







Außerdem sind meine Eltern jedes Jahr in den Urlaub gefahren. Allein! Ohne uns Kinder!
Es ging nach Österreich, nach Italien, Spanien, Griechenland, usw.

Nichts gegen Urlaub, den hatten sich die Eltern sicher verdient, aber
den Jahresurlaub ohne ihre Kinder? Wenn ich heute so rückblickend darüber nachdenke...
Nein, ich sage hier besser nichts dazu!!!

Weil eben mein Vater so sehr viel arbeiten mußte, habe ich ihn nur sehr selten daheim erlebt. Wenn er da war, dann war er müde und erschöpft. Verständlich! Aber als Kind hätte man sich einen Vater gewünscht, der da ist, der sich Zeit für die Kinder nehmen kann.
Das war leider nicht der Fall. Das ist eine Tatsache!

So sind meine Erinnerungen an ihn immer nur in Arbeitsklamotten:
In Latz-Arbeitshose und kariertem Flanell-Oberhemd.

Es vergingen die Jahre und mein Vater wurde krank. Sehr krank.
Er hatte tagelang hohes Fieber, bis der Hausarzt anordnete:
Der Herr Klapper muß ins Krankenhaus. Man muß dort ergründen, woher dieses hohe Fieber kommt.
Er kam in das Städtische Krankenhaus und es ging ihm gar nicht gut.
Diagnose: Wasser in der Lunge.
Damals wußte ich noch nicht viel damit anzufangen, heute zucke ich zusammen, wenn berichtet wird:
Der Patient hat Wasser in der Lunge.

Täglich mußte die Lunge punktiert werden und täglich holte man sehr viel Wasser heraus. Mein Vater bekam sehr schlecht Luft.
Er atmete sehr schnell und flach.

An einem Freitag im Mai wollte ich ihn wieder besuchen. Meine Mutter nutzte diese Gelegenheit, selbst einmal wieder zum Frisör zu gehen und ich sagte ihr:
Geh du nur zum Frisör, ich gehe in das Krankenhaus, kein Problem, dann besuchst du ihn eben morgen wieder.

So wurde es gemacht.
Ich fuhr in die Klinik aber ich fand mein Vater nicht in seinem Zimmer, mit den anderen Zimmergenossen. Auf Anfrage sagte man mir, er habe ein Einzelzimmer bekommen.
Das machte mich noch nicht einmal stutzig. Ich dachte nur, wie schön für ihn, dann hat er seine Ruhe und muß nicht mit den anderen Kranken ein Zimmer teilen.
Er lag in einem sehr kleinen Raum, war eigentlich guter Laune und bat mich, ihm ein paar Socken über die Füße zu ziehen, ihm sei kalt!
Dazu muß man wissen, mein Vater hatte niemals kalte Füße!!!

Für den nächsten Tag bat er um einen kleinen Fernseher, weil es Fußball geben sollte und in diesem kleinen Raum war kein TV-Gerät.
So schrieb ich alles auf, was er gern haben wollte und ging nach einer Zeit wieder heim.
Bis dahin war soweit alles in Ordnung!

Am gleichen Abend, es muß wohl so 20:30 Uhr gewesen sein, kam mein damaliger Schwager, der, mit meiner Schwester zusammen, die Wohnung über mir hatte und sah sehr zerknirscht und irgendwie seltsam aus...
Er suchte nach angemessenen Worten...
Er erzählte mir dann, dass mein Vater im Krankenhaus verstorben sei.


Wir fuhren zu meiner Mutter nach Klausdorf/Schwentine und suchten gemeinsam Trost.

Beerdigt wurde mein Vater am 24. Mai 1978 auf dem Ostfriedhof.



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Das ist die letzte
Aufnahme meines Vaters
Bruno Klapper




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